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Zahlungsverkehr nach der Formatumstellung wiederherstellen

Im Zuge der Umstellung auf ISO 20022 werden die bisherigen SEPA-Formatversionen abgekündigt. konfipay erstellt Zahlungsdateien deshalb seit dem 20. Oktober 2026 in den aktuellen Formaten (pain.001.001.09 für Überweisungen, pain.008.001.08 für Lastschriften). Seit Version 5.2.0 vom 31. Oktober 2026 werden zudem eingereichte Zahlungsdateien in veralteten Formaten automatisch umgewandelt. Eine Formatumstellung dieses Umfangs kann im Einzelfall zu Problemen im Zahlungsverkehr führen, etwa zu abgelehnten Zahlungen. Dieser Artikel beschreibt, wie sich der Zahlungsverkehr in einem solchen Fall kurzfristig wiederherstellen lässt.

Die erforderlichen Schritte richten sich danach, auf welchem Weg die Zahlungen zu konfipay gelangen:

Weg der Zahlungen

Vorgehen

Ein ERP- oder Vorsystem reicht Zahlungsdateien über die API ein, oder Zahlungsdateien werden über Import mit Datei importieren bzw. Datei importieren und übertragen hochgeladen.

Teil A

Zahlungen werden in konfipay erfasst oder über Import mit Zahlungsaufträge importieren übernommen.

Teil B

Wichtig: Das Ausschalten der Konvertierung wirkt nur auf Zahlungsdateien, die danach eingereicht werden. Bereits eingereichte Zahlungsdateien wurden schon in die aktuellen Formate umgewandelt; sie werden auch nach der Änderung nicht ausgeführt, und ein erneutes Übertragen in konfipay ändert daran nichts. Der Zahllauf ist deshalb nach dem Ausschalten der Konvertierung im ERP- bzw. Vorsystem neu anzustoßen – ausschließlich für die Zahlungen, die die Bank abgelehnt hat.

Die Umstellung allein reicht nicht immer aus. Je nach Fall sind vor dem erneuten Einreichen weitere Schritte erforderlich, etwa das Löschen der abgelehnten Zahlungsdatei in konfipay: Solange sie vorhanden ist, weist konfipay eine identische Datei aus dem Vorsystem als Doppeleinreichung zurück. Die Schritte beschreiben die Abschnitte Abgelehnte Zahlungen erneut einreichen und Erneutes Einreichen einer identischen Datei.

Teil A: Zahlungen über die API oder per Datei-Import

Für eingereichte Zahlungsdateien wird die automatische Umwandlung in die aktuellen Formate ausgeschaltet. konfipay überträgt die Dateien danach unverändert in dem Format, das das Vorsystem erzeugt.

Pfad: Zahnrad Administration › Einstellungen › Register Aktionen › Konvertierung veralteter Zahlungsauftragsdateien

  1. Oben rechts auf das Zahnrad-Symbol (Administration) klicken.

    A1-zahnrad-administration.png
  2. Im Menü links Einstellungen auswählen.

  3. Das Register Aktionen öffnen.

  4. In der Zeile Konvertierung veralteter Zahlungsauftragsdateien den Schalter in der Spalte Status ausschalten.

    A2-einstellungen-aktionen.png

Die Änderung wird sofort gespeichert; eine Schaltfläche zum Speichern gibt es auf dieser Seite nicht. Ausgeschaltet stellt sich die Zeile wie folgt dar:

A3-schalter-aus.png

Für die Änderung wird die Berechtigung Einstellungen bearbeiten benötigt; ohne sie ist der Schalter ausgegraut. Die Einstellung gilt für den gesamten Mandanten und wirkt auf alle Zahlungsdateien, die nach der Änderung eingereicht werden.

Teil B: In konfipay erfasste Zahlungen

Für diese Zahlungen erstellt konfipay die Zahlungsdatei selbst, und zwar nach der Formatvorgabe für Dateierstellung des Bankkontos. Mit der Einstellung Gängige Formate erstellt konfipay die Dateien wieder in den bisherigen Formaten (pain.001.001.03 für Überweisungen, pain.008.001.02 für Lastschriften).

Pfad: Stammdaten › Bankkonten › Bankkonto markieren › Bearbeiten › Register Einstellungen › Formatvorgabe für Dateierstellung

  1. Im Menü links Stammdaten › Bankkonten öffnen.

  2. Das betroffene Bankkonto in der Liste markieren.

  3. In der Toolbar auf Bearbeiten klicken. Ein Doppelklick auf das Bankkonto öffnet dasselbe Fenster.

    B1-bankkonten-bearbeiten.png
  4. Im Fenster Bankkonto bearbeiten das Register Einstellungen öffnen.

  5. Im Abschnitt Zahlungsformate das Auswahlfeld Formatvorgabe für Dateierstellung öffnen.

  6. Gängige Formate auswählen.

  7. Mit Speichern bestätigen.

    B2-formatvorgabe-gaengige-formate.png

Nach dem Speichern stellt sich die Einstellung wie folgt dar:

B3-ergebnis-gaengige-formate.png

Für die Änderung wird bei Bankkonten die Berechtigung Erfassen/bearbeiten benötigt. Die Einstellung gilt je Bankkonto; bei mehreren betroffenen Bankkonten werden die Schritte für jedes Bankkonto wiederholt.

Abgelehnte Zahlungen erneut einreichen

Vor dem erneuten Einreichen ist in der Zahlungsübersicht (Zahlung markieren, Details) zu prüfen, ob die Bank die Zahlung vollständig abgelehnt hat. Eine Zahlung, die die Bank ganz oder teilweise ausgeführt hat, darf nicht erneut eingereicht werden, da sie sonst doppelt ausgeführt wird.

Herkunft der Zahlung

Erneutes Einreichen

ERP- oder Vorsystem (Teil A)

Die Zahlungen werden im Vorsystem erneut ausgegeben und eingereicht. Alternativ lassen sie sich in der Zahlungsübersicht über Zahlungsaufträge wiederherstellen übernehmen und unter Zahlungen übertragen erneut übertragen; konfipay erstellt die Datei dann nach der Formatvorgabe für Dateierstellung des Bankkontos (Teil B).

In konfipay erfasst (Teil B)

In der Zahlungsübersicht wird die abgelehnte Zahlung markiert und über Zahlungsaufträge wiederherstellen übernommen. Die Zahlungsaufträge stehen danach unter Zahlungen übertragen wieder bereit; beim Übertragen erstellt konfipay eine neue Datei im eingestellten Format.

  • Übertragen in der Zahlungsübersicht sendet die bereits erstellte Datei erneut, also im selben Format, das die Bank abgelehnt hat. Für diesen Fall ist es daher nicht geeignet.

  • Wird innerhalb des eingestellten Zeitraums eine identische Datei erneut eingereicht, weist konfipay sie als Doppeleinreichung zurück (Einstellungen › Register Prüfungen › Doppeleinreichung). Dieser Schutz verhindert doppelte Ausführungen. Das Vorgehen in diesem Fall beschreibt der folgende Abschnitt.

Erneutes Einreichen einer identischen Datei

Gibt das Vorsystem nach dem Ausschalten der Konvertierung (Teil A) dieselbe Datei erneut aus, weist konfipay sie als Doppeleinreichung zurück. Maßgeblich ist die ursprünglich eingereichte Datei, nicht die daraus erstellte Datei im aktuellen Format. Ist zusätzlich die Prüfung Eindeutige Message-ID eingeschaltet, wird auch eine Datei mit derselben Message-ID zurückgewiesen; diese Prüfung gilt ohne zeitliche Begrenzung. Für das erneute Einreichen gibt es zwei Wege.

Erneut eingereicht werden ausschließlich Zahlungen, die die Bank nachweislich vollständig abgelehnt hat (Status und Ablehnungsgrund in den Details der Zahlung in der Zahlungsübersicht). Eine Zahlung, die die Bank angenommen, ausgeführt oder nur teilweise abgelehnt hat, wird sonst doppelt ausgeführt. Im Zweifel ist der Status vor dem erneuten Einreichen mit der Bank zu klären.

Empfohlen: abgelehnte Zahlungsdatei löschen

Die von der Bank abgelehnte Zahlungsdatei wird in der Zahlungsübersicht markiert und über Löschen entfernt. Danach nimmt konfipay die identische Datei wieder an. Die Prüfungen auf Doppeleinreichung und Message-ID bleiben dabei für alle übrigen Zahlungen wirksam.

  • Gelöscht wird nur die Zahlungsdatei, die die Bank abgelehnt hat. Die Auswahl ist vor dem Löschen anhand von Auftragsnummer, Betrag und Ablehnungsgrund zu prüfen.

  • Eine bereits an die Bank übertragene Zahlungsdatei lässt sich nur in der Zahlungsübersicht löschen, nicht über die API.

  • Für das Löschen wird die Berechtigung Zahlungsübersicht - Löschen benötigt.

Möglich, aber nicht empfohlen: Prüfungen vorübergehend ausschalten

Alternativ lässt sich in den Einstellungen im Register Prüfungen die Prüfung Doppeleinreichung vorübergehend ausschalten. Trägt die erneut eingereichte Datei dieselbe Message-ID wie die abgelehnte Datei und ist die Prüfung Eindeutige Message-ID eingeschaltet, ist auch diese Prüfung vorübergehend auszuschalten. Dafür wird die Berechtigung Einstellungen bearbeiten benötigt.

Solange die Prüfungen ausgeschaltet sind, schützt konfipay den gesamten Mandanten nicht vor doppelt eingereichten Dateien, auch nicht vor Dateien, die ein Vorsystem versehentlich mehrfach sendet. Die Prüfungen sind deshalb unmittelbar nach dem erneuten Einreichen wieder einzuschalten.

Rückkehr zu den aktuellen Formaten

Beide Maßnahmen sind als Übergangslösung gedacht, da die Banken die bisherigen Formate nur noch für eine begrenzte Zeit annehmen. Sobald die Bank bestätigt, dass die aktuellen Formate für den Bankzugang freigeschaltet sind, werden die Änderungen zurückgenommen:

  • Teil A: Die Aktion Konvertierung veralteter Zahlungsauftragsdateien wieder einschalten oder das Vorsystem so umstellen, dass es die aktuellen Formate direkt erzeugt.

  • Teil B: Die Formatvorgabe für Dateierstellung der Bankkonten wieder auf Neueste Formate stellen.

Klärung mit der Bank

Für die Klärung mit der Bank ist der Ablehnungsgrund aus den Details der Zahlung hilfreich. Zu klären ist,

  • ob die aktuellen Formate (pain.001.001.09 und pain.008.001.08, für Auslandszahlungen die Auftragsart AXZ) für den EBICS-Zugang freigeschaltet sind und

  • ob die Bank die aktuellen Formate nur über EBICS 3.0 annimmt. Die Umstellung beschreibt der Artikel Umstellung auf EBICS 3.0.

Besonderheiten

Bankkonten in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Ländervorgabe des Bankkontos

Hinweis

Deutschland

Die Deutsche Kreditwirtschaft hat die Abkündigung der bisherigen Formate vorerst ausgesetzt; ein neuer Termin steht noch nicht fest. Die bisherigen Formate können daher bis auf Weiteres verwendet werden.

Österreich

Gängige Formate erzeugt die bisherigen österreichischen Formate. Echtzeitüberweisungen mit Empfängerüberprüfung und Sammel-Echtzeitüberweisungen lassen sich damit nicht erstellen; konfipay weist mit einer Meldung darauf hin. Für diese Zahlungen ist Neueste Formate erforderlich. Ob österreichische Banken die bisherigen Formate über November 2026 hinaus annehmen, ist mit der Bank zu klären.

Schweiz

Schweizer Banken nehmen das bisherige Überweisungsformat voraussichtlich nur bis zum 13. November 2026 an. Gängige Formate überbrückt hier nur einen kurzen Zeitraum; die Freischaltung der aktuellen Formate ist umgehend mit der Bank zu klären. Echtzeitüberweisungen erstellt Gängige Formate als normale Überweisung.

Die automatische Umwandlung aus Teil A betrifft Zahlungsdateien deutscher Bankkonten. Ist zusätzlich die Aktion Konvertierung von Zahlungsauftragsdateien in länderspezifische Formate eingeschaltet, wandelt konfipay Dateien für Banken in einem anderen Land weiterhin in das aktuelle Format dieses Landes um, auch wenn die Aktion aus Teil A ausgeschaltet ist.

Auslandszahlungen

  • Auslandszahlungen von einem deutschen Bankkonto erstellt konfipay unabhängig von der Formatvorgabe für Dateierstellung als XML-Auslandszahlung (Auftragsart AXZ). Lehnt die Bank diese ab, ist die Freischaltung der Auftragsart AXZ mit der Bank zu klären.

  • Ist in den Einstellungen die Aktion DTAZV in AXZ umwandeln eingeschaltet und lehnt die Bank die umgewandelten Auslandszahlungen ab, wird diese Aktion ausgeschaltet. DTAZV-Dateien werden dann wieder unverändert übertragen.

  • Eine Auslandszahlung von einem Bankkonto ohne IBAN lässt sich mit Gängige Formate nicht erstellen; konfipay weist mit einer Meldung darauf hin. Für dieses Bankkonto ist Neueste Formate erforderlich.

Meldung zu einer nicht strukturierten Adresse

Lehnt konfipay eine Datei bereits vor der Übertragung mit dem Hinweis auf eine nicht strukturierte Adresse ab, ließ sich die Datei nicht in das aktuelle Format umwandeln; die Bank ist in diesem Fall nicht beteiligt. Abhilfe schafft eine der folgenden Möglichkeiten:

  • Teil A umsetzen; ohne Umwandlung wird keine strukturierte Adresse benötigt.

  • In den Einstellungen im Register Aktionen die Umwandlung unstrukturierter Adressen auf Wenn nötig stellen.

Einzelzahlungen im JSON-Format über die API

Einzelzahlungen, die über die API im JSON-Format eingereicht werden, erstellt konfipay stets in den aktuellen Formaten. Weder die Aktion aus Teil A noch die Formatvorgabe für Dateierstellung aus Teil B wirken sich darauf aus. Lehnt die Bank diese Zahlungen ab, unterstützt der konfipay-Kundenservice.

Kundenservice

Der konfipay-Kundenservice über ein Support-Ticket erreichbar. Für eine zügige Bearbeitung sind folgende Angaben hilfreich:

  • betroffene Bankkonten (Bezeichnung, keine vollständige IBAN erforderlich),

  • Weg der Einreichung (API, Import oder Erfassung in konfipay),

  • Zeitpunkt der Ablehnung und Ablehnungsgrund aus den Details der Zahlung.

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